Gerät Energiekonzern RWE in den Schlamassel der Finanzkrise?
Lange dachten die deutschen Energieversorger, die globale Finanzkrise heil zu überstehen: Doch dem scheint nicht so; Experten prophezeien den deutschen Stromanbietern erhebliche Einbussen. Laut einem Bericht von „ftd.de“, dem Onlineportal der Financial Times Deutschland, könnte der Essener Energieriese RWE in den Schlamassel geraten.Und dies, obwohl Konzernchef Jürgen Großmann im Februar noch „Wetterfestigkeit“ gegen die Krise versprochen hatte.
Seinen Optimismus bezog der RWE-Boss damals aus dem vermeintlich krisenresistenten Geschäftsmodell, Strom im Jahr zuvor zu fixen Preisen an Großkunden zu verkaufen. Doch genau dieses Modell erweist sich jetzt als Falle: Großverbrauchern, speziell aus den arg gebeutelten Branchen der Stahl – und Autoindustrie, bleibt aufgrund der misslichen Lage nur die Möglichkeit, auf die bereits eingekaufte Energie zu verzichten.
Wie ein RWE-Sprecher auf „ftd.de“ zitiert wird, würde der Energiekonzern alles unternehmen, um den Kunden zu helfen. Speziell in der Vermarktung der überschüssigen Energie stehe man den Verbrauchern zur Seite. Diese versuchen sich jedoch oft anders zu helfen: An der Strombörse EEX in Leipzig versuchen momentan viele Kunden, ihren Strom zu verkaufen. „Im Moment wird der Markt mit zurück gegebener Energie geflutet“, erklärt Ralf Ridzewski von der Energiekostenberatung NUS der „Financial Times Deutschland“.
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