Ökostrom für Berlin: Ulrich Nußbaum verteidigt Vattenfall-Wahl
Euphorisch verkündete die Senatsverwaltung für Finanzen vor wenigen Wochen die Meldung, dass alle öffentlichen Einrichtungen Berlins zukünftig mit Ökostrom versorgt werden. Nun ist die Freude über die „grüne Energie“ einer gewissen Skepsis gewichen: Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum sieht sich mit den Vorwürfen konfrontiert, bei der öffentlichen Ausschreibung, welche der umstrittene Energieriese Vattenfall für sich entschieden hat, dem Inhalt des Ökostroms und der damit verbundenen Transparenz zu wenig Beachtung geschenkt zu haben, schreibt „ad-hoc-news.de“.
Nußbaum begegnet den Vorwürfen gelassen: Laut einem „Welt Online“-Bericht erklärte der parteilose Politiker, dass Vattenfall mittels entsprechenden Zertifikaten die „Echtheit“ des Ökostroms nachweisen und offenlegen müsse, woher der Strom stamme. Das gewählte EECS-System biete „maximale Transparenz über Herkunft und Produktionszeit des Stroms“, betonte Nußbaum.
Grüne Politiker hegten die Befürchtung, dass Vattenfall ihren Ökostrom aus norwegischen Kernkraftwerken beziehe und in Deutschland lediglich umdeklariere. Nußbaum hält „grün gefärbten Strom“ durch das gewählte Zertifizierungsverfahren aber für ausgeschlossen.
Berlin wird für die Jahre 2010 bis 2012 komplett mit Ökostrom versorgt. Die europaweite Ausschreibung entschied Vattenfall Ende April für sich.
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