Klimakonferenz in Paris: Einmal im Kreis drehen
Die zweitägige Konferenz in Paris, an der 16 Industrie- und Schwellenländer teilnahmen, brachte keine neue Impulse im Kampf gegen den Klimawandel, viel mehr drehten sich die Diskussionen im Kreis, eine gemeinsame Linie fanden die teilnehmenden Staaten nicht.
Wie die Schweizer „Sonntags Zeitung“ auf ihrem Onlineportal schreibt, missfiel den USA die Forderung Chinas, den Treibhausgasausstoss stärker als geplant zu reduzieren. Eine rasche Senkung könne nicht einfach so vorangetrieben werden, die USA werde aber “so hoch springen, wie es das politische System erlaube”, sagte US-Verhandlungsführer Todd Stern als Antwort auf den Vorstoß der Volksrepublik, die Vereinigten Staaten sollten ihren CO2-Ausstoß bereits bis 2020 um 40 Prozent senken.
Während China mit dem Mahnfinger gen Westen zeigte, nahm Deutschlands Umweltminister Sigmar Gabriel die aufstrebenden Schwellenländer ins Visier seiner Kritik: Diese seien noch immer nicht bereit, „eigene verpflichtende Minderungsbeiträge zu bringen“. Hier müssen die Industrieländer klare Ansagen machen, forderte Gabriel und fügte an, dass nur so „Länder wie China und Indien unter Zugzwang“ gebracht würden.
Das Klima-Treffen in der französischen Hauptstadt ist Teil der Vorbereitung auf die im Dezember stattfindende Klimakonferenz in Kopenhagen. In Paris tummelten sich am Montag und Dienstag Vertreter jener Länder, die zusammen für 80 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind und als wahre Übeltäter für die globale Umweltkrise benannt werden dürfen. An der Konferenz nahmen neben den G8-Staaten auch große Schwellenländer wie China, Brasilien und Indien teil.
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